5. Monat – Woche 17 bis 20

Am Montag habe ich die Halbzeit der Schwangerschaft erreicht. 20+0Halbzeit. Wahnsinn. Es gibt so viele Momente in denen das alles noch so furchtbar surreal wirkt. Vielleicht wird das alles realer, wenn demnächst das Kinderzimmer immer mehr anfängt Form anzunehmen und wir auch endlich das Geschlecht unseres kleinen Menschleins erfahren. Und wenn das zarte Flattern, was es leider immer noch „nur“ ist, endlich in richtige Tritte übergeht… 💕

Aktuell fühle ich mich manchmal ganz „unschwanger“ und einfach nur fürchterlich dick und bin genervt von Kreislaufproblemen und Wassereinlagerungen, die einem ja aber kein typisches „Schwangerschaftsgefühl“ verschaffen… Das wird sich bestimmt im Laufe der nächsten Wochen ändern und die Momente in denen mir dann aktuell bewusst wird: Ich bin tatsächlich schwanger. In mir wächst mein kleines Baby. Dass demnächst in diesen zuckersüßen Babysachen vor mir liegt. Wahnsinn!!! Diese Momente sind unbeschreiblich. 💞

Eine kleine Zusammenfassung der letzten 4 Wochen:

Gewicht: Ich habe – trotz nun wirklich ausgewogener und durchdachter Ernährung mit viel Obst und Gemüse und nur wenigen Ausnahmen a la Pizza&Schokolade – nochmals 3kg zugenommen. Und bin echt frustriert! Da achtet man so auf die Ernährung, reißt sich so oft zusammen und dann geht die Waage trotzdem weiter nach oben. Es sind scheinbar ordentlich Wassereinlagerungen, denn meine Hände schwellen immer mehr an und auch meine Füße erkenne ich an manchen Tagen gar nicht wieder. (Wo sind meine Knöchel geblieben? 🙉🙉🙉) Meine Finger werden dadurch auch immer öfter taub und ich bin genervt davon nun schon 10kg zugenommen zu haben seit Beginn der SS. 😣 Meine Frauenärztin rät mir zu Brenneseltee – ein wohl aber eher sehr veralteter Ratschlag, heute rät man davon ganz klar ab! Meine Frauenärztin ist schon ganz schön alt, scheinbar ist diese neue Ansicht noch nicht bei ihr angekommen oder sie hält nichts davon, keine Ahnung, denn ich wollte nicht mit ihr darüber diskutieren und habe den Ratschlag aber einfach nicht umgesetzt. Stattdessen versuche ich generell sehr viel zu trinken, möglichst eiweißreich und weiterhin ausgewogen zu essen. Zudem tracke ich seit Anfang der Woche nun auch meine Ernährung und Kalorien – einfach um für mich einen besseren Überblick zu haben und sicher zu sein wirklich nicht zu viel zu essen. Gegen die Wassereinlagerungen kann man leider nicht sooo viel machen, aber ich will ganz klar verhindern dass sich ab jetzt noch weiter Fett ansetzt – denn davon ist leider mehr als genug vorhanden. 😔

Apetit/Heißhunger/Essverhalten: Ich habe das Glück aktuell auch wirklich viel Lust auf Salat & Co zu haben, sodass mir die gesunde Ernährung meist auch sehr leicht fällt. ☺ Wenn dann Lust auf Pizza und Schoki kommen kann ich mich meist ganz gut zusammen reißen und mit einem leckeren Salat oder ähnlichem zufrieden geben, die Schoki-Eis Lust stille ich aktuell ganz gut mit leckerer Nicecream (gefrorene Banane wird zusammen mit Kakao (z.Bsp) püriert zu leckerem Eis 😍) Und ab und zu gönne ich mir eben auch mal ne Pizza o.ä. oder ein Stück Kuchen, achte aber stark darauf, dass es sich in Grenzen hält.

Symptome & Wehwehchen: Wie schon geschrieben machen mir die Wassereinlagerungen ganz schön zu schaffen, gerade bei Hitze schwellen vor allem meine Finger ganz schön an, mein Ehering musste bereits dauerhaft an eine Kette am Hals weichen… meine Finger werden dadurch auch total oft mal taub und auch das nervt total… vor allem habe ich manchmal ganz schön Angst wo das noch enden soll, wenn ich jetzt schon anfange so enorm Wasser einzulagern 😕 Mein Kreislauf spielt bei dem Wetter auch ganz schön oft verrückt und gerade bei den – aktuell ja leider nicht zu seltenen (was ist denn bitte mit dem Wetter/Sommer los?) Wetterumschwüngen kämpfe ich leider nicht zu selten mit Migräne und habe schon viele Tage im Bett verbracht, weil ich nur im Notfall Schmerzmittel nehmen möchte…

Von mir aus kann ehrlich gesagt gerne der Herbst kommen. 😅 Ich hätte viel lieber einen schönen, sonnigen, milden Herbst, als dieses aktuelle „Sommerwetter„…

Abgesehen davon geht es mir aber echt gut, ich bin nicht mehr so müde und fühle mich allgemein fitter als im 1. Trimenon. Natürlich nerven die gerade beschriebenen Sachen ganz schön, trotzdem habe ich schon auch das Gefühl im „Wohlfühltrimester“ angekommen zu sein. 😊

Babybauch&Kindsbewegungen: Man sieht mir die Schwangerschaft nun ganz klar an und das ist schon ein schönes Gefühl. 😊❤ Was nicht ganz so schön ist, ist dass die ersten Schwangerschaftsstreifen am Bauch zu sehen sind – ich könnte da manchmal fast heulen, weil ich die wirklich unfassbar hässlich finde. 😢 Ich hatte schon seit Jahren Streifen an Hüfte, Po und Oberschenkeln, aber mein Bauch hat bisher nie was abbekommen. Und ich hätte einfach gerne einen schönen, streifenlosen Bauch gehabt. Wenn schon Oberschenkel, Po und Hüfte voller Dellen und (immerhin weißer) Streifen sind, sollte wenigstens mein Bauch „straff&schön“ sein…. Joar stattdessen sind da nun hässliche rote Streifen zu sehen und ich fürchte wenn das jetzt schon losgeht wird das auch noch deutlich mehr werden. 😣😭 Ich creme und öle trotzdem weiterhin 2x täglich ein, in der Hoffnung damit vielleicht wenigstens ein bisschen was zu erreichen… Und gut tut das der Haut auf jeden Fall.

Spüren tue ich Knirpsi weiterhin als zartes Kribbeln und Flattern, was schon langsam immer deutlicher und „weniger zart“ als noch vor ein paar Wochen ist, aber dennoch auch noch keine eindeutigen Tritte. Ich bin gespannt wann es soweit ist, dass ich ganz eindeutige Tritte spüre und dann auch endlich der ❤-Mann was spüren kann.

Termine: Bei 18+1 gab es den nächsten FA-Termin und den 2. großen Ultraschall. Unser Knirps gedeiht prächtig und es sieht alles super aus, meine Frauenärztin hat eine Tendenz was das Geschlecht angeht geäußert, möchte sich aber noch nicht festlegen. Es bleibt also spannend. Am 28.08 haben wir den Termin zur Feindiagnostik und ich hoffe, dass man da dann eindeutig sagen kann was es wird.

Einkäufe & Erledigungen: Ich habe einer Freundin eine Menge an Babyklamotten abgekauft – erstmal nur die geschlechtsneutralen, sobald wir wissen was es wird kommt vielleicht noch ein wenig was dazu. 😊❤ Mit meiner Mama und Schwester sowie einer guten Freundin war ich nun auch schon in 2,3 Babyläden und habe mich vor allem ausgiebig mit verschiedenen Kinderwagenmodellen beschäftigt. Danach wurde natürlich noch ausgiebigst im Internet nach Testberichten und Erfahrungsberichten gesucht und auch da verschiedene Modelle und ganz viel Für und Wider verglichen. Puh! Mir raucht so langsam echt der Kopf! Aber gerade wenn man da so viel Geld investiert möchte man sich natürlich nicht für das Falsche entscheiden… Ich tendiere nun stark zum Hartan Racer GT und schätze der wird es wahrscheinlich auch. Im Laufe der nächsten Tage gehen der ❤-Mann und ich dann endlich mal gemeinsam los und treffen die endgültige Entscheidung. Da wird dann auch nach Autoschale, Babybett, und und und geschaut. Ich habe mir schon viele Gedanken gemacht, was wir so brauchen (und auch was nicht …) und auch eine Liste für die Erstausstattung erstellt, die in den nächsten Wochen dann abgearbeitet wird. 💕💕💕

Schöne Momente: Jedes Mal aufs Neue dieses unfassbare Gefühl wenn ich mein Knirpsi auf dem US-Monitor sehe – einfach nur ein unfassbar zauberhafter Moment. 💞💞💞

Als ich die Kinderwagen testweise fuhr und mir klar wurde, dass da in wenigen Monaten mein Kind drin liegt… unbeschreiblich. ❤

Stimmungslage & Hormone: Kein großer Unterschied zum letzten Monat würde ich behaupten. Immer noch sehr sensibel und nah am Wasser, mich treffen Sachen schneller und mehr als vor der Schwangerschaft. Alles in allem fühle ich mich aber gut und glücklich und genieße meine Schwangerschaft langsam immer mehr… ❤

Und Sonst? Ist glaube ich eigentlich wieder alles gesagt, ist ja auch – genau wie letzten Monat – wohl ausreichend lang 😉🙈

4. Monat – Woche 13 bis 16

Auch den 4. Monat der Schwangerschaft habe ich bereits hinter mir gelassen – ich könnte mich immer wieder wiederholen: Es ist echt unglaublich, wie die Zeit aktuell rennt. Und das obwohl ich schon so lange nicht mehr arbeite! Ich habe allerdings – nachdem mir ja anfangs ganz schön die Decke auf den Kopf fiel – ziemlich schnell angefangen mir mit jede Menge Terminen & Co meine Zeit auszufüllen und es damit zum Teil fast übertrieben. Erst seit ein, zwei Wochen komme ich dazu auch mal zu Hause so einige viele Dinge zu erledigen, die schon lange anstehen und ich hatte gehofft mittlerweile auch mal an der Nähmaschine gesessen zu haben, aber dafür hat es noch nicht gereicht. Ich treffe mich mit Freunden in diesem Cafe oder jenem, gehe mit ihnen shoppen, bin nun seit zwei Wochen beim SchwangerenYoga (ich mag Yoga eigentlich gar nicht, hab aber so viel Gutes davon gehört, dass ich es einfach mal probiert habe und es ist tatsächlich besser als gedacht. 😁) und kurzum: genieße meine letzten Monate als freier Mensch. 😂🙈🙈🙈 Und das so richtig. Aktuell befinde ich mich mal wieder in der Heimat und besuche Familie und Freunde, unterhalte mich viel mit meinen Freundinnen, die in den letzten Monaten Mama geworden sind über nützliche und unnützige Sachen fürs Kind, denn so langsam geht es auch mit der Planung für die Erstausstattung los. ❤

Aber kommen wir zurück zum 4.Monat, um den es ja in diesem Blogeintrag eigentlich gehen sollte.

Gewicht: schreckliche 7kg mehr sind es bereits. Ich würde am liebsten gar nicht darüber schreiben. 😭 Ich habe direkt zu Beginn der SS 4kg sehr schnell zugenommen, da war auch direkt ganz klar Wasser dabei, was ich deutlich merkte und der Sprung auf der Waage konnte auch nur durch Wasser kommen. Nichtsdestotrotz sind das natürlich keine 7kg Wasser. Ich habe mich im Urlaub – typisch Urlaubsmäßig – ganz schön gehen lassen und leider dann auch noch über den Urlaub hinaus…. Hinzu kommt, dass ich dadurch, dass ich nicht mehr arbeite viel weniger in Bewegung bin, fuhr ich doch immer mit dem Rad zur Arbeit und war da dann fast durchgehend auf den Beinen. Das sah nun ganz anders aus und durch die Kreislaufprobleme war leider noch nichtmal Sport drin. Und dann steht man da mit 7kg mehr und fühlt sich schrecklich und denkt nur: so geht es nicht weiter. Seit Beginn des 5. Monats achte ich nun stark auf meine Ernährung und bewege mich auch mehr und hoffe, dass es nun besser wird.

Appetit/Heißhunger/Essverhalten: Was mein Essverhalten angeht habe ich ja schon viel geschrieben, Apetit ist gut vorhanden 🙈, ich könnte täglich Eis essen, liegt aber vielleicht auch an der Urlaubsstimmung und dem Wetter. 🙈 Schlimmen Heißhunger habe ich immerhin nicht, im ersten Trimenon gab es das mal vereinzelt, da hatte ich plötzlich totale Lust auf Buttermilch oder auf Vollkornbrot mit Zwiebeln (Ja, ich esse gerne Brot mit Zwiebelscheiben darauf. Ja, ich weiß, dass das nicht jeder mag. 😅) oder auch mal auf Pizza oder Schokokuchen, aber es hielt sich zum Glück noch in Grenzen.

Symptome & Wehwehchen: Die starke Müdigkeit und die Kreislaufprobleme werden laaaaangsam besser, ich schiebe es mal aufs Wetter, dass gerade die Kreislaufprobleme teils noch ganz schön extrem sind. Gerade im Urlaub ist in der Hitze teils echt nicht viel mit mir anzufangen, Städtetrips und Sightseeing sind nicht wirklich drin, dafür genießen wir das Nichtstun am Strand und Pool umso mehr. Leider leide ich auch immer öfter an starker Migräne und auch wenn Embryotox sagt Sumatriptan sei okay möchte ich es nicht nehmen. Wenn es ganz schlimm wird nehme ich Ibuprofen, das ist bis Woche 28 zum Glück ok, keine Ahnung was ich danach mache, Paracetamol hilft mir bei Migräne nämlich meist 0… 😕 Die Migräne nervt echt tierisch, ich bin dann meist zu nix zu gebrauchen und verbringe den Tag größtenteils im Bett. Gerade wenn ich eigentlich was mit Freunden geplant hatte richtig doof… Ansonsten kann ich mich aber nicht groß beschweren. Die Brüste wachsen langsam weiter und verändern sich und sind oft empfindlich, aber spannen nicht mehr so stark. Und der Bauch wächst auch fleißig. 🙈🙈🙈 Dazu aber mehr im nächsten Punkt.

Babybauch & Kindsbewegungen: Mein Bauch war schon von Beginn an echt „riesig“, gerade nach dem Essen blähte er sich zum Teil immens auf. Und mal ganz davon ab war er ja leider auch vor der SS alles andere als flach. Gegen Ende des 4. Monats ist der Bauch dann aber innerhalb weniger Tage richtig „rausgeploppt“ und sah nun nicht mehr nur noch nach dickem Blähbauch aus, sondern ganz schön schwanger. Mein Mann schaute mich eines Abends an und sagte: „Was ist denn mit deinem Bauch passiert? Krass. Was für ne Kugel! Wo kommt die plötzlich her? Du siehst auf einmal richtig schwanger aus.“ Und auch sonst wurde ich nun viel angesprochen, dass ich ganz schön schwanger aussehe. 😀 Irgendwie wunderschön, manchmal habe ich aber auch ganz schön Angst, wo das noch enden soll, wenn der Bauch jetzt schon so riesig ist. 😅🙈

Bereits Ende der 14. Woche spüre ich manchmal ein gaaanz zartes Kribbeln im Unterleib, wie kleine Seifenblasen, die zerplatzen und frage mich, ob das tatsächlich schon Knirpsi sein kann? Die Stelle passt, genau dort finde ich dann auch mit einem FetalDoppler die Herztöne meines kleinen Knirpses. Trotzdem bin ich mir oft unsicher, wenn ich dieses zarte „Flattern“ spüre und kann es kaum erwarten bis das endlich richtig eindeutig wird. (Den FetalDoppler habe ich übrigens nur 2x benutzt und dann zurück geschickt, ihn zu kaufen war irgendwie ne dumme Idee in nem schwachen Moment, weil die Dinger ja evtl nicht gut fürs Kind sein sollen. So schön und beruhigend es auch war die Herztöne zu hören, habe ich das Ding also dann doch wieder zurück geschickt. Ich vertraue einfach endlich mal meinem guten Bauchgefühl und bald spüre ich ja auch endlich richtige Kindsbewegungen und muss mein Kind nicht mit so nem blöden Gerät stressen.)

Termine: In der 14. Woche kommt meine Hebamme das erste Mal vorbei, ich kenne sie schon aus der ersten Schwangerschaft und bin weiterhin begeistert von ihr. Wir besprechen alles organisatorische, sie erhebt eine Anamnese und sagt, was sie alles machen kann. Wenn ich das möchte wechselt sie sich ab der 32. Woche mit der Ärztin bei den Vorsorgeterminen ab, da sie in der Zeit allerdings auch 4 Wochen im Urlaub ist macht das glaube ich wenig Sinn, ich werde sie in der SS eher bei Problemen und Wehwehchen zur Hilfe ziehen und gerade für die Nachsorge bin ich sehr froh sie zu haben.

In SSW 16 (bei 15+0) haben wir den nächsten Termin bei meiner FÄ, sie macht jedes Mal (kostenlos!) einen US und wir kriegen jedes Mal ein Bildchen, was echt cool ist, auch wenn ihr Gerät leider nicht mehr das Neuste ist und meine Bilder im Vergleich mit anderen nicht sooo schön sind. Trotzdem ist es wunderschön Knirpsi jedes Mal auf dem Monitor agil & munter zu bewundern. 💞💞💞 Leider kann meine Ärztin noch nichts zum Geschlecht sagen, wir müssen uns also noch ein wenig gedulden…

Einkäufe & Erledigungen: Ich habe bereits im ersten Trimenon die erste Umstandsmode gekauft (soooo bequem! 😍 Und normale Jeans haben einfach wahnsinnig schnell sehr unangenehm auf den Bauch gedrückt) und bin auch im 4. Monat wieder shoppen und ergattere einige schöne Sachen bei H&M und C&A. Bei C&A werden dann auch die ersten Bodies und Strampler fürs kleine Menschlein gekauft – ich bin völlig hin und weg. 💕💕💕

Schöne Momente: Oh, es gab so viele! Unser Urlaub war wunderbar ❤ und nachdem ich es noch gar nicht so recht fassen konnte, dass ich die ersten 12 Wochen tatsächlich schon hinter uns gelassen habe war es nochmal umso schöner beim US in der 16. Woche ein munteres kleines wundersüßes Kind zu sehen, das sich fleißig bewegt und Mama und Papa zuwinkt. 💕💕💕 Es ist jedes Mal so unglaublich da zu liegen und zu begreifen: krass, das ist wirklich mein Kind da in meinem Bauch. Unfassbar. 😍❤

Auch die ersten Babysachen zu kaufen war so unfassbar schön und einer der Momente, wo mir plötzlich klar wird: in ein paar Monaten liegt da MEIN Kind vor mir und hat diese Sachen an. Das fühlt sich alles immer noch so unfassbar unglaublich an. ❤❤❤

Stimmungslage & Hormone: ich bin ganz schön sensibel und nah am Wasser gebaut und mein Mann muss mich teilweise nur falsch ansehen und ich frage zickig was denn sein Problem ist. 🙈🙈🙈 Alles in allem könnten die Stimmungsschwankungen aber auch deutlich schlimmer sein, ich erlebe jetzt keine völlige Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich bin manchmal ganz schön genervt davon nicht mehr so fit zu sein wie sonst, ich habe meinen Mann mehrfach vorgeheult, dass ich ja glücklich bin schwanger zu sein, aber dennoch nervt es mich auch tierisch nicht mehr „die Alte“ zu sein, sondern ein oft kurzatmiges, unfittes, kreislaufschwaches, vergesslich&verpeiltes Etwas. Abgesehen von den Momenten in denen dann alles aus mir heulend herausbricht würde ich meine generelle Stimmungslage dennoch als sehr gut bezeichnen, im Grunde nehme ich das alles für mein kleines Knirpsi ja auch gerne in Kauf. ❤

Und Sonst? Gibt es aus dem 4. Monat eigentlich gar nicht so viel zu berichten, der Blogeintrag ist ja aber auch schon lang genug so. 😅🙈

Rückblick auf das 1. Trimester

Endlich komme ich dazu einen zusammenfassenden Rückblick auf das erste Trimester zu schreiben.

Es ist unfassbar, wie die Zeit plötzlich rennt, nachdem sie sich anfangs zog wie Kaugummi. Das erste Trimester begann mit einer Krankschreibung, die relativ bald in ein BV überging, was mir anfangs zu viel Zeit zum Nachdenken bescherte und Ängste hochwachsen ließ, obwohl ich eigentlich von Anfang an ein unfassbar schönes, beruhigendes „Dieses-Mal-geht-alles-gut“-Bauchgefühl tief in mir drin hatte. Trotzdem führte die viele Zeit anfangs dazu, dass mir zum einen die Decke auf den Kopf fiel und ich mich zum anderen viel zu sehr verrückt machte. Dazu kamen Kreislaufprobleme und Müdigkeit und immer wieder ganz schöne Übelkeit, von Erbrechen blieb ich hingegen verschont.

In der 8. Woche beschloss ich meine freie Zeit zu nutzen und fuhr für 2 Wochen in die Heimat und besuchte Familie und Freunde. Die Zeit dort war wundervoll, tat mir sehr gut und zudem fing die Zeit nun an immer mehr zu verfliegen. Die Ängste wurden immer weniger, zum Teil ließ ich mich aber immer noch schnell verunsichern von Symptomen, die plötzlich auftauchten oder plötzlich wieder verschwanden oder oder…. In der 9. Woche hatte ich plötzlich eine ganz leichte Blutung und auch wenn mir mein Verstand sagte, dass das nichts zu bedeuten habe, war ich natürlich direkt wieder komplett in meiner Angst vor einer erneuten Fehlgeburt. Das Ganze passierte natürlich auch noch am Wochenende und so fuhr meine Mutter mit mir in die Notaufnahme, um das Ganze abzuklären. Ich hatte das Gefühl, sie fuhr ein wenig widerwillig, in ihren Augen übertrieb ich mit meiner Angst und sollte „endlich anfangen positiv zu denken“. Das fand ich ein bisschen schade in der Zeit zu Hause muss ich gestehen. Natürlich hatte sie Recht, dass verrückt machen nichts bringt, aber zum einen habe ich mich nicht verrückt gemacht, sondern leider immer mal wieder im emotionalen Hormonchaos an meine Fehlgeburt denken müssen und dadurch leider vermehrt Angst gehabt sowas erneut erleben zu müssen, zum anderen finde ich, dass ich in Anbetracht der Tatsache, dass ich eben eine Fehlgeburt hinter mir hatte, doch noch sehr positiv an die Sache herangegangen bin. Und dass zwischendurch Ängste hochkommen ist doch ganz normal?!…. Irgendwie hätte ich mir da mehr Unterstützung und Verständnis seitens meiner Familie gewünscht. Von denen kam immer nur „denk doch positiv“ und „mach dich doch nicht verrückt“. Und das selbst in dem Moment in dem da eine Blutung war und ich finde – auch mit Abstand betrachtet – dass jeder da Angst haben darf, dass etwas mit dem Kind nicht stimmt und da auch eine Träne verdrücken darf… Ich kam mir total doof vor in der Notaufnahme, die Ärztin war jedoch sooo unfassbar nett, dass sie mir dieses Gefühl direkt nahm. Dem Kind ging es super, die Blutung war nur eine kleine Blutung außen vom Gebärmutterhals und sistierte bereits in der Klinik. Erleichterung, weil es dem Kind gut geht und gleichzeitig auch ein schönes Gefühl, weil die Ärztin so unfassbar einfühlsam war und mir überhaupt nicht das Gefühl gab, ich übertreibe mit meinen Ängsten – ganz im Gegenteil. Sie sagte mir sogar, dass ich jederzeit wiederkommen könne – selbst dann, wenn ich nur ein komisches Gefühl habe.

Dieses Verständnis tat wahnsinnig gut und auch meine engen Freundinnen mit denen ich über das Thema sprach reagierten alle so verständnisvoll, was wahnsinnig gut tat. Ich weiß nicht, warum meine Familie das nicht konnte, vielleicht lag es auch daran, dass sie selber Angst davor hatten, dass ich das Kind erneut verlieren könnte, auch sie haben damals sehr gelitten und ich denke meine Mama hatte sicherlich auch Angst davor, wie es mir gehen würde, sollte ich tatsächlich noch eine Fehlgeburt haben….

Nach 2 Wochen fuhr ich zurück nach Hause, kurze Zeit danach bekam ich Besuch von einer Freundin für ein paar Tage und widerum wenige Tage danach fuhren mein Mann und ich in den Urlaub – Flitterwochen quasi. ♥ Es war wunderschön und tat unglaublich gut und im Urlaub kam dann auch der Tag, dass tatsächlich die ersten 12 Wochen geschafft waren und ich im 2. Trimester ankam.

Es ist – bis heute – ehrlich gesagt noch völlig unwirklich und noch immer kann ich all das manchmal gar nicht wirklich glauben.

 

Ein kurzes Lebenszeichen… 

… aus dem 2. Trimester. Wuhuuuu! 🎉🎉🎉

Wahnsinn wie die Zeit rennt, ich bin heute schon bei 13+4 angekommen. 💕 Wir waren knapp 2 Wochen im Urlaub (Flitterwochen 💞💞💞) was einfach nur wundervoll war, die letzte Woche war nun so ausgefüllt mit Terminen, dass ich einfach nicht zum Bloggen gekommen bin und heute geht es nun übers Wochenende auf eine Hochzeit. 😊❤ Danach geht es für mich nur kurz zurück nach Hause bevor ich direkt wieder weiter fahre und für 5 Tage eine Freundin besuche. Und daaaanach gibt es endlich wieder einen ausführlicheren Bericht von mir bzw. uns. Aber ich wollte mich zumindest mal kurz gemeldet haben. 

Dass ich im 2. Trimester angekommen bin hat mein Körper noch nicht so ganz verstanden, Kreislaufprobleme und Müdigkeit sind immer noch enorm und nerven mich, aber ansonsten geht es mir ganz gut. 

Die Zeit fliegt durch meinen vollen Terminplan aktuell einfach nur an mir vorbei und es fühlt sich noch total unglaublich an jetzt tatsächlich schon im 2. Trimenon zu sein. ❤😊🎉

Ein kleiner Rückblick…

… auf die letzten Wochen. Mittlerweile befinden wir uns bereits in SSW 10. Unfassbar, wie die Zeit rennt! Anfangs zog sie sich häufig wie Kaugummi und auch jetzt noch kann ich es kaum abwarten, bis diese blöden ersten 12 Wochen endlich vorbei sind, aber gleichzeitig rennt die Zeit (zum Glück!) aktuell auch irgendwie und es ist total komisch, dass ich tatsächlich schon länger schwanger bin, als ich es damals vor der Fehlgeburt war. Damals erfuhren wir beim Ultraschall bei 8+1, dass das kleine Herzchen nicht mehr schlägt und unser kleines Pünktchen nie größer wurde, als ein kleines Pünktchen – die Entwicklung blieb nämlich bei ungefähr 6+2 stehen.

Letzte Woche hatte ich ganz leichte bräunliche Schmierblutungen und auch wenn mir der Kopf immer wieder sagte, dass das sicherlich harmlos sei, ließ ich es direkt im Krankenhaus abklären. Es war zum Glück alles gut, die Blutung kam außen vom Gebärmutterhals und Knirpsi ging es wunderbar, fast 2cm war es da schon groß. 💞 Das kleine Herzchen schlug kräftig und ich war furchtbar erleichtert. Und so verliebt. Unser kleines Knirpsi ist kein kleines Pünktchen mehr, sondern schon fast ein kleines Menschlein, unfassbar wie schnell sie am Anfang wachsen! ❤ Nächste Woche bei 10+3 habe ich den nächsten Termin bei der Frauenärztin und bin schon furchtbar aufgeregt, wie es dann aussieht und wieviel man dann schon von Ärmchen und Beinchen erkennen kann.

Und natürlich bin ich auch aufgeregt, ob alles gut ist…. Es war unfassbar erleichternd, den Punkt zu überschreiten, an dem unser letztes Kind zu den Sternen gewandert ist. Ich hatte bei 7+4 den letzten regulären Termin bei meiner Frauenärztin und das war schon so wundervoll erleichternd, einfach weil wir diesen Punkt überschritten haben… Die Angst vor einer erneuten Fehlgeburt wird immer weniger, aber so ganz verlassen tut sie mich (noch) einfach nicht. Ich hoffe, diese Angst wird nach Ablauf der 12 Wochen endlich so gut wie verschwinden, vielleicht auch hoffentlich nach dem nächsten US bei 10+3 auch schon mal deutlich geriner werden, da ist das Risiko für eine FG ja auch bereits deutlich geringer.

Meine neue Frauenärztin ist wirklich toll, anfangs hat sie mir wöchentlich Termine gegeben, was total erleichternd war. Beim letzten Termin bei 7+4 erhielt ich dann auch meinen Mutterpass 💕 und nun liegen ganze 3 Wochen zwischen den beiden Terminen, was sich unfassbar lange anfühlt, dabei ist es sogar eine Woche weniger, als es regulär der Fall wäre. Der Termin danach ist sogar fast 5 Wochen später, keine Ahnung wie ich das überstehen soll. 🙈🙉 Natürlich könnte ich jederzeit zwischendurch zu ihr, wenn irgendwas sein sollte und ich will auch endlich aufhören mich so verrückt zu machen, aber zwischendurch kann ich verstehen, dass manche Frauen sich gerne ihr eigenes Ultraschallgerät zulegen würden. 🙉🙊 Ich hoffe auch das wird deutlich einfacher, sobald wir die 12-Wochen-Marke hinter uns gelassen haben.

Was Übelkeit und Erbrechen angeht so gehöre ich wohl tatsächlich zu den Frauen, die davon weitestgehend verschont bleiben. Genau wie in der ersten Schwangerschaft habe ich echt wenig Übelkeit, von Erbrechen bin ich komplett verschont geblieben. Mir ist schon öfter mal flau im Magen und ich merke, dass mir, gerade wenn ich zu lange nichts esse, schon übel wird und teilweise auch in einer Intensität, die nervt, aber im Vergleich zu dem, was andere da durch machen, ist das echt harmlos bei mir.

Dafür spielt mein Kreislauf völlig verrückt, ich muss mich mehrfach täglich hinlegen oder zumindest hinsetzen, ich bin total kurzatmig und so so soooo müde! BV sei Dank (ja, ich habe es nun nach viel hin- und her- überlegen direkt nach der Krankschreibung angenommen) kann ich aber auch unfassbar viel schlafen und mich ausruhen und mich auch öfter mal hinlegen. Also erträglich. Es nervt mich zwar nicht so fit und leistungsfähig zu sein, wie sonst und es nervt mich auch keinen richtigen Sport machen zu können, aber ich hoffe zum einen, dass auch das hoffentlich im 2. Trimester besser wird und zum anderen versuche ich das aktuell ganz viel mit ausgiebigen Runden mit dem Hund zu kompensieren, so lange ich mich immer mal wieder hinsetzen kann, klappt das nämlich super. 😁 Und der Hund freut sich auch (:

Zum Schluss noch die tollste Nachricht: Der ❤-Mann und ich sind seit Mitte Mai nun verheiratet. 💞💞💞 Fühlt sich einfach nur wundertoll an, wenn auch noch ein wenig komisch, gerade die Tatsache,  jetzt einen neuen Nachnamen zu haben. Völlig surreal und gleichzeitig aber einfach nur total und vollkommen wundervoll. 💕💕💕

Die Hochzeitsvorbereitungen und die Hochzeit an sich haben natürlich ordentlich dazu beigetragen, dass die Zeit rast und nun bin ich seit 1 Woche bei meiner Familie in der Heimat und besuche Familie & Freunde und genieße meine Zeit hier. In 1 1/2 Wochen fliegen der Herz-Mann und ich dann für 10 Tage nach Sardinien. ❤ Und dort beginnt dann auch das 2. Trimester, juhu.

Ihr seht, ich hab mir meine Zeit ganz gut ausgeplant, was auch ungemein dabei hilft, dass die Zeit schneller vorbei geht und ich nicht so viel Zeit habe mir über Negatives Gedanken zu machen.

Drückt mir die Daumen, dass weiterhin alles gut läuft, auch wenn ich es immer häufiger schaffe meinem positiven Bauchgefühl endlich mal zu vertrauen gibt es immer noch diese Momente, wo ich Panik bekomme, dass alles wieder so schnell vorbei sein könnte, wie beim letzten Mal. Und gerade vor unserem bevorstehendem Urlaub wäre es echt scheiße, wenn ich am Donnerstag schlechte Nachrichten erhalte, dann wäre nämlich zusätzlich auch der Urlaub dahin. 🙁

Aber Schluss mit den negativen Gedanken, ich bin jetzt positiv und freue mich darauf, mein kleines Knirpsi am  Donnerstag putzmunter bewundern zu dürfen. 💕💕💕 So!

Schwanger nach Fehlgeburt…

Ich lebe in einer komischen Traumwelt. Ich kann noch gar nicht fassen, dass ich schon wieder schwanger bin. Frage mich immer wieder, ob das alles wirklich wahr ist. Oder nur ein Traum, aus dem ich bald erwache. Oder ein wunderschöner Traum, der jederzeit zum Albtraum werden kann… dann ist da plötzlich wieder die Angst. Die Angst, von der ich mir eigentlich nichts versauen lassen wollte. Machen wir uns nichts vor, nach einer Fehlgeburt schwanger zu sein ist einfach anders. Man weiß, dass jede Schwangerschaft in einer Fehlgeburt enden kann und das Risiko dafür in den ersten 12 Wochen echt hoch ist. Das weiß eigentlich jeder. Mir war es – alleine schon durch meine Arbeit – deutlich bewusst und wahrscheinlich sogar mehr als den meisten anderen. Eine gute Freundin von mir war völlig entsetzt, als in ihrem Geburtsvorbereitungskurs die Mehrheit schon mind. 1 FG hinter sich hatte. Mir war es bewusst und dennoch war es ein furchtbarer Schlag, als ich plötzlich selbst davon betroffen war…

Nun bin ich wieder schwanger und es ist ganz komisch, ich hatte von Anfang an das Gefühl „dieses Mal wird alles gut„. Ich habe dieses Gefühl noch immer, ich habe das Gefühl tief in mir drin, selbst wenn alle Ängste hochkommen, ist tief in mir drin diese Stimme, die sagt: Dieses Mal wird alles gut.

Und schon vor der Schwangerschaft beschloss ich für mich, dass ich diese zweite Schwangerschaft völlig losgelöst von der ersten betrachten wollte. Viele Freunde und auch Kollegen von mir fragten mich, wenn das Thema auf die nächste Schwangerschaft zu sprechen kam, ob ich mich dann direkt ins BV setzen lassen wollte, viele rieten mir auch ganz klar dazu.
Ich weiß gar nicht, ob ich das damals hier geschrieben hatte (?), aber ich habe bei der letzten Schwangerschaft schließlich ein BV gehabt. Ich habe einen sehr stressigen Job und nachdem ich in der letzten Schwangerschaft Blutungen hatte, hat mich meine Ärztin zunächst krank geschrieben und kurze Zeit später direkt das BV ausgesprochen. Ich wollte das auch damals zunächst nicht, aber nachdem mir mein komplettes Umfeld dazu riet und ich selber auch wusste, dass ich es jedem anderen in meiner Situation empfehlen würde, nahm ich es schließlich an. Ich hatte zunächst furchtbare Angst, dass mir die Decke auf den Kopf fallen würde und plante unfassbar viel. Ich plante Freunde in ganz Deutschland zu besuchen, ganz viel zu nähen, mich ganz viel mit Freunden zu treffen und nach den 12 Wochen ausgiebig entspannt Babysachen zu shoppen. Ich plante soviel, dass die Decke überhaupt keine Zeit hatte mir auf den Kopf zu fallen. Und als ich anfing das ganze zu genießen, da war es auch schon wieder vorbei. Da kam der tiefe Fall und alles war aus.

Ich wollte – obwohl mir so viele das ganz klar nahe legten – dieses Mal nicht direkt ins BV. Alleine schon deshalb, weil ich nicht wollte, dass diese Schwangerschaft von der ersten beeinträchtigt wird. Das mag sich komisch anhören, aber der Punkt ist, dass wenn ich direkt ins BV gehen würde, der einzige Grund dafür ja irgendwie die FG vom letzten Mal wäre und die Angst vor einer erneuten. Und natürlich der Stress auf der Arbeit, der das Risiko einer FG erhöht und natürlich ist das der eigentliche Grund, aber wenn ich nicht schon eine FG gehabt hätte würde ich auch „normal“ arbeiten gehen, bis es eben nicht mehr geht. Und natürlich ist das bei mir auf der Arbeit schnell erreicht. Bei uns arbeitet  niemand mehr bis zum Mutterschutz. Die meisten sind irgendwann in den ersten 12 Wochen raus oder kurz danach. Ich habe eine FG hinter mir. Nahezu jeder hat Verständnis dafür, wenn ich mich direkt raus nehmen lasse. Ich habe das Gefühl, dass meine Leitung das anders sieht, aber meine Leitung ist nun mal eine Leitung, die die Personalsituation vor allem anderen sieht und die sieht nun mal leider nicht soo rosig aus. Alle Kollegen mit denen ich mich über dieses Thema unterhalten habe in den letzten Monaten sagten ganz klar zu mir, dass ich mich direkt ins BV setzen lassen solle… Nichts riskieren. Ich würde jedem dasselbe empfehlen.

Und dennoch fällt es mir bei mir selber schwer… Ich mag meine Arbeit und ich mag meine Kollegen sehr. Ich fühle mich wohl. Was anstrengend ist, ist der Stress und der ist leider enorm. Es gibt Nächte, da rennt man 8h ohne Pause durch. Da weiß man am Ende der Nacht nicht mehr, wo oben und wo unten ist. Es gibt auch Dienste, die laufen anders. Es gibt Dienste, da kann man entspannt eins nach dem anderen machen, es klingeln nicht 10 Leute gleichzeitig und man kann sogar ab und an Pause machen ohne auch nur ein einziges Mal aufstehen zu müssen. Die Pause, in der ich nicht ein einziges Mal zwischendurch aufstehen muss ist aber zugegebenermaßen echte Seltenheit… was aber gar nicht so sehr mein Problem ist. Solange ich nicht vor Stress Angst habe irgendwas zu übersehen, ist alles okay. Das Problem ist, es gibt sie, diese Dienste, in denen ich Angst habe etwas zu übersehen, was dramatische Folgen haben könnte. Es gibt sie nicht zu knapp. Und schwanger, mit ordentlicher Müdigkeit und Kreislaufproblemen, die nicht zu knapp sind, ist man einfach nicht so arbeitsfähig, wie unschwanger. Ich werde nie diesen Dienst im Sommer vergessen, in dem ich zwischendurch dachte ich werde gleich vor den Patienten ohnmächtig. In dem ich mich eigentlich mal 10 Minuten hätte hinsetzen müssen, aber einfach keine Zeit dazu hatte. In dem ich mich panisch fragte, wie ich nur diesen Dienst überstehen soll und in dem ich einfach Angst hatte in meinem Zustand irgendwas zu übersehen. In dem ich plötzlich Krämpfe bekam und merkte, wie etwas aus mir herausfloß. In dem ich auf der Toilette dann Blut vor mir sah… und bereits dachte, das war es jetzt. In der ich die Tränen nicht mehr zurück halten konnte. (Und auch so unfassbares Glück hatte eine so wunderbare Kollegin mit mir im Dienst zu haben, die mich in den Arm nahm und mich beruhigte und direkt nach Hause schickte… )Diese Gefühle sind kaum zu beschreiben. Ich hatte sie ganz schön verdrängt. Erst jetzt, wo ich wieder schwanger bin und nächste Woche auch noch 2 Nachtdienste hätte, sind sie plötzlich wieder da. Und zwar komplett. Mit allem drum und dran. Und mit einem Gefühl der völligen Angst.  Auch wenn diese Blutung im Endeffekt völlig harmlos war und meine Fehlgeburt ironischerweise im Endeffekt eine Missed Abortion war, die sich überhaupt nicht durch Blutungen ankündigt… dieser Moment, in dem ich auf der Arbeit plötzlich Blutungen bekam und vor allem die Gefühle an diesem Tag… die sitzen tief. Vor allem deshalb, weil nur wenige Wochen später der tiefe Fall kam. Auch wenn es wahrscheinlich NICHTS, aber wirklich gar nichts mit diesen Blutungen zu tun hatte, die Angst bleibt.

Und so sehr ich mir versuche einzureden, dass ich unbedingt arbeiten möchte und die Nächte bestimmt gut werden… So sehr kommt langsam auch immer mehr die Angst. Vor allem vor den Nächten, weil die einfach oft am krassesten sind und weil ich da am wenigsten sagen kann: „Liebe Kollegen, ich brauche jetzt einfach ne Pause“. Das geht auch in anderen Diensten schlecht, aber in den Nächten nunmal am wenigsten. Und es ist nun mal so, dass man nachts nicht so leistungsfähig ist, wie tagsüber. Und ich mich ohnehin frage, wie ich es schaffen soll nachts mit meiner derzeitigen Müdigkeit zu arbeiten… Ich spreche mit Freunden über diese Ängste und auch mit meinem Freund (bald Mann ❤), der ohnehin dafür ist, dass ich mich direkt ins BV setzen lasse. Nach den Gesprächen mit den Freunden lasse ich mich krank schreiben. Weil die Angst einfach zu groß ist. Und es mir das nicht wert ist. Und es auch den Kollegen deutlich mehr bringt, wenn jetzt jemand für die Nacht gesucht wird, der 100% fit ist, als dass ich da womöglich noch nachts ausfalle.

Ich gehe also doch schon so früh zur FÄ, was ich eigentlich gar nicht wollte, aber was nunmal nicht anders geht. Man sieht nur eine hochaufgebaute Schleimhaut, meine FÄ schallt ganz lange und meint einen winzigen Punkt ausmachen zu können, der vielleicht das eingenistete Ei ist, aber es ist einfach zu früh und das ist mir auch von vornherein bewusst gewesen. Ich kriege die Krankschreibung und einen Termin für nächsten Donnerstag, wo man dann hoffentlich eine perfekt eingenistete Fruchthöhle sieht. Ich bin schon ganz aufgeregt, kann den Termin kaum noch abwarten…

Und dann sehen wir weiter… direkt BV? Ich würde es jedem anderen in meinem Job raten. Rate jeder Kollegin dazu. Aber bei mir selber fällt es mir schwer… weil ich mir eigentlich denke, ich sollte es versuchen, bis es wirklich nicht mehr geht. Gleichzeitig denke ich mir, dass jetzt nur noch mein kleiner Zellhaufen zählt. Nur noch er. Nichts anderes, schon gar nicht die Arbeit. Und wenn ich im Büro arbeiten würde, wäre das was ganz anderes… ich arbeite aber nun mal nicht im Büro.

Es fällt mir auch deshalb schwer, weil mir aktuell die Decke auf den Kopf fällt. Ich traue mich noch keine langfristigen Pläne zu schmieden, weil ich weiß, dass es aktuell nun mal einfach jederzeit auch wieder vorbei sein kann. Es ist ja noch nicht mal eine Eileiterschwangerschaft ausgeschlossen. Und auch wenn ich dieses unfassbar beruhigende Gefühl in mir habe, dass alles gut wird und ich mich auch nicht mit den Ängsten es könnte anders sein verrückt machen möchte, so plane ich aktuell nun mal einfach noch nicht. Ich plane noch keine Dinge, die ich fürs Baby besorge, ich plane noch keine Reisen zu Freunden, die ich machen könnte, wenn ich dann ein BV habe, nichts. Ich sitze hier und habe Zeit zum Nachdenken und natürlich nutze ich die Zeit auch für andere Dinge, aber dennoch habe ich einfach zu viel Zeit nachzudenken. Der Hexenschuss von Anfang der Woche ist zum Glück kaum noch spürbar und es gibt noch sooo viel zu tun in der neuen Wohnung. Aber dennoch ist da einfach viel zu viel Zeit nachzudenken und ich wäre oft lieber auf der Arbeit, um mich abzulenken. Muss einfach mal raus hier, weil ich einfach nicht jeden Tag die gleichen 4 Wände sehen kann. Das macht mich wahnsinnig. Mein Hund und die Spaziergänge mit ihr helfen natürlich. Und ich habe mir jetzt nächste Woche auch ganz viele Verabredungen mit Freunden geplant… und dennoch zieht sich die Zeit wie Kaugummi und ich würde so so gerne vorspulen. Bis zum ersten US, auf dem man den Herzschlag sieht, bis zum Ende der 12 Wochen…. Dazwischen kommt noch unsere wundervolle Hochzeit, die möchte ich natürlich nicht überspringen und in den Tagen werde ich bestimmt gut abgelenkt sein. (: Ebenso in unseren Flitterwochen im Juni. 💕

Und ich habe dieses tiefe Urvertrauen in mir, dass dieses Mal alles gut geht. Und ich versuche mich nicht zu sehr verrückt zu machen. Aber es bleibt dabei, dass ich ein Mensch bin, der sich einfach viel zu viele Gedanken macht und zu sehr von Dingen unter Druck setzen lässt. Und es bleibt dabei, dass eine Schwangerschaft nach Fehlgeburt einfach anders ist. Und ich es einfach kaum abwarten kann, bis diese 12 Wochen endlich vorbei sind…

Mir fällt gerade einfach kein passender Titel ein…

… also belasse ich es einfach mal dabei. 🙈

9ÜZ sind mittlerweile schon seit der Fehlgeburt vergangen. 9 ÜZ in denen ich – im Nachhinein betrachtet – ganz schön viel hätte abnehmen können, in denen sich aber leider mal so gut wie nix getan hat. Ich habe nach der Fehlgeburt erst mal ganz schön dem „Frustessen“ nachgegeben und so nochmal zugenommen, dann mühsam 6kg abgenommen, die nach dem Tod meiner Oma alle schön wieder drauf waren. Dann kam die Weihnachtszeit und ich muss gestehen ich habe mich auch hier ganz schön gehen lassen. Wahrscheinlich war da auch viel „ich-nehme-mir-nicht-auch-noch-das-Essen-weg-reicht-schon-dass-ich-nicht-schwanger-bin“ Frust dabei. Anfang des Jahres zeigt die Waage unschöne 82kg und ich beschließe, dass es so endgültig nicht weiter gehen kann. Das Ganze läuft leider mehr schlecht als recht, im März beginnt es dann aber endlich besser zu laufen. Ich fange an zu joggen und finde den perfekten Sport für mich und bin einfach nur begeistert davon, wie gut mir das Laufen tut. Natürlich ist es trotzdem immer wieder eine Überwindung sich tatsächlich aufzuraffen und laufen zu gehen, aber wenn ich es dann tue bin ich jedes Mal total begeistert. Und tatsächlich purzeln nun auch endlich mal die Pfunde nachdem ich zusätzlich auch deutlich auf die Ernährung achte. Ich fange an Zukunftspläne zu schmieden à la „im Oktober nehme ich am Crossfit-Lauf teil und wiege dann ~62kg“. Das habe ich die ganzen Monate vorher nicht gemacht. Ich hatte immer den „wenn-alles-gut-geht-bin-ich-am-Ende-des-Zyklus-hoffentlich-schwanger“-Gedanken im Kopf. Und leider führte der auch oft zum „Ach-ist-doch-jetzt-auch-egal-mit-der-Pizza,-wenn-übermorgen-die-Periode-kommt-kann-ich-wieder-richtig-durchstarten“ (oder eben auch nicht, wenn sie nicht kommt, flüstert Frau Hoffnung).

Frau Hoffnung ist schon eine ziemlich blöde Kuh. Immer wieder macht sie mich fertig. Und teilweise sogar mehrmals pro Zyklus. Dann kommen da elende Schmierblutungen und ich schließe ab mit dem Zyklus und dann verwandeln diese sich einfach nicht in die richtige Regelblutung und Frau Hoffnung flüstert: „Vielleicht ja doch schwanger?“ Diese blöde Kuh. Und immer dann, wenn ich diesen Gedanken dann doch zulasse und doch denke: „Vielleicht ja doch?“ Dann kommen die Tage so richtig – und die Enttäuschung gleich nochmal.

Am letzten Mittwoch kamen die Schmierblutungen schon wieder. Ich bin genervt, weil ich sie nicht mag und gehofft hatte, mein Zyklus kommt so langsam mal ohne aus. Ich bin genervt, weil ich Angst habe, ob da nicht doch irgendeine Störung hinter liegt. Und ich bin genervt, weil Mittwoch noch dazu ganz schön früh ist. Was ist denn jetzt bitte los?!?! Spielt der Körper jetzt völlig verrückt?

Donnerstag werden die Schmierblutungen schlimmer und ich schließe mit dem Zyklus ab. Auf der einen Seite schaffe ich es immer gelassener zu werden, akzeptiere den Gedanken, dass es gut sein kann, dass es noch viele viele Monate dauern wird immer mehr und besser, auf der anderen Seite fließen dann doch 2,3 Tränchen am Ende des Tages. Weil ich doch schon enttäuscht bin. Weil ich auch endlich schwanger werden und irgendwann dann mein kleines Kind in den Armen halten will… Weil ich einfach nicht mehr warten will.

Aber so ist das Leben nunmal, Geduld ist eine Tugend und ich besitze immer noch viel zu wenig davon…

Am Freitag wird die Blutung wieder weniger und am Samstag sistiert die Blutung einfach. Und kommt nicht wieder… Was soll das denn jetzt? „Vielleicht ja doch schwanger?“ flüstert Frau Hoffnung. „Ruhe da, ich will dich gar nicht hören.“ schreie ich innerlich zurück. „Vielleicht eine Einnistungsblutung?“ „Ich hör dich nicht, ich hör dich nicht. Vielleicht auch eine popelig-doofe Zwischenblutung.“

Und dann kommt der Tag, an dem ich nicht mehr warten will auf die Regel und ungeduldig den Test mache. Unter anderem auch deshalb, weil ich einen grandiosen leichten Hexenschuss habe und die Wahl habe zwischen „mit Schmerzmitteln vollgepumpt zur Arbeit gehen“ oder krankschreiben lassen, weil man sich schwanger nicht mit Schmerzmitteln vollpumpen will. Und dann kommt der Moment, wo da plötzlich der Hauch einer Linie ist. Und man sich immer wieder fragt, ob man sich diese gerade einbildet… Und dann nochmal das letzte bisschen Morgen-Pipi aus der Blase drückt um noch den teuren Clearblue-digital Test machen zu können, der ganz eindeutig ist.

Eindeutig positiv.

Und wieder kann ich es einfach nicht fassen. Tanze durch die Wohnung. Schwebe auf Wolke 7. Fühle mich wie in einem Traum. Schwanger. Ernsthaft? Ich kann das noch gar nicht richtig glauben…

Schwanger.

Wie geil ist das denn?

ET 23.02.2017

Unfassbar wie die Zeit vergeht und rennt… 

Heute würde ich schon mit kleinem Knirps hier sitzen oder hochschwanger auf die bald eintretende Geburt warten, wäre meine kleine Blaubeere letzten Juli nicht viel zu früh von uns gegangen… Genau heute wäre der ET gewesen… 

Als ich im Juli die Fehlgeburt hatte, hatte ich wahnsinnige Angst vor Februar. Ich hatte gehofft bis dahin wieder schwanger zu sein, um den Schmerz besser verkraften zu können. Da die erste Schwangerschaft nach nur 3 Monaten eingetreten war, hatte ich auch relativ fest damit gerechnet im Februar wieder schwanger zu sein. Dieser Gedanke hat es mir irgendwie leichter gemacht. Dass ich den ET meines ersten Kindes „voller guter Hoffnung“ erleben würde. Ich weiß noch, dass ich wahnsinnige Angst davor hatte, was passieren würde, sollte ich nicht schwanger sein. Ich wollte diesen Gedanken gar nicht richtig zulassen… 

Und jetzt? Jetzt sitze ich hier unschwanger in unserer wundervollen neuen Wohnung, in der ich nicht sitzen würde, wäre ich jetzt hochschwanger oder gar frisch entbunden. Ich sitze hier und fühle mich gut. Voller guter Hoffnung. Ich habe ein Urvertrauen in mir, das mir sagt, dass alles gut werden wird. Dass alles so kommen musste, weil es so sein sollte, so schwer es auch war. 

Mir fiel in den letzten Wochen immer mal wieder auf, dass der ET näher rückt,  aber das Thema nahm nicht annähernd so viel Platz in meinen Gedanken ein, wie ich vorher vermutet hätte. Und es macht mich überhaupt nicht traurig. Ich registriere es, ich nehme es wahr, aber Wut, Trauer, Unverständnis, „Nicht-wahr-haben-wollen“ und alle negativen Gefühle sind verschwunden. Ich sitze in dieser wunderschönen Wohnung und habe das Gefühl, dass alles nach Plan läuft. Nach einem Plan, den jemand gemacht hat, der viel weiser ist, als ich es bin. Nach einem Plan, den ich oft nicht verstanden habe, der mich verzweifeln ließ, wütend und traurig gemacht hat und vor allem so so ungeduldig. 

Und jetzt sitze ich hier, schaue abends aus dem Fenster auf die Lichter der Stadt und fühle mich gut.  Einfach nur gut. Ich kann endlich loslassen, kann auf diesen Plan vertrauen, kann endlich vertrauen dass alles schon gut werden wird und muss nicht mehr verzweifeln in meiner Ungeduld. 

Der Umzug in die neue Wohnung fühlt sich wie ein wundervoller Neuanfang an. Und natürlich hilft es ungemein den Kopf voller Gedanken rund um die Wohnung zu haben, das lenkt wahnsinnig gut ab. Aber auch wenn ich dann wieder über den Kinderwunsch, die Schwangerschaft und die Fehlgeburt nachdenke, ist es ganz anders, als noch vor ein paar Wochen. Ich bin voller guter Hoffnung… Und das tut unendlich gut.

Und so kommt dann der 23.02.2017 und ich bin gar nicht traurig über das, was hätte sein können. Es hat nicht sollen sein. Stattdessen hat sich im letzten halben Jahr vieles bei uns geändert und wir haben Entscheidungen getroffen, die sich wunderbar richtig anfühlen (und die wir wahrscheinlich ohne die Fehlgeburt nicht getroffen hätten)  und die auch dazu führten, dass ich endlich darauf vertrauen kann, dass schon alles so kommen wird, wie es kommen soll… 

Ich muss dazu sagen, dass ich jemand bin, der an Gott/das Schicksal/nennt es wie ihr wollt/… glaubt. Dieser Beitrag hört sich für manche vielleicht fast schon esoterisch an und wieder andere denken vielleicht „die hat gut reden, ihr Kinderwunsch ist gerade mal 1 Jahr alt“. Ich hoffe dieser Beitrag kommt bei niemanden falsch an, das ist schlicht und ergreifend meine aktuelle Gefühlswelt und ich denke, wenn mein Kinderwunsch schon an dem Punkt stehen würde, an dem die meisten anderen hier stehen, dann würde das ganz anders aussehen. Und ich kann sehr gut verstehen, wenn andere verzweifeln und bewundere euch alle, weil ihr genau das so oft  nicht tut. Ich bin gerade einfach nur unendlich erleichtert dieses Vertrauen spüren zu können, dass ich das tue hat aber auch unfassbar viel mit den aktuellen äußeren Umständen zu tun. Ich weiß nicht, wie das wäre, wenn vieles gerade anders laufen würde.

Versatile Blogger Award 

Die liebe Frau Einstrich hat mich für den Versatile Blogger Award nominiert (Vielen lieben Dank 😊😙😙😙) und heute komme ich endlich mal dazu die 7 Fakten über mich zu posten. ☺

1. Ich habe ein unfassbar schlechtes Zeitmanagement. 🙈 Ich hasse unpünktliche Menschen, bin aber selber jemand, der leider viel zu oft zu spät kommt – oder sehr oft total in Hektik und Stress gerät, um das nicht zu tun, wenn es „ganz plötzlich“ auf einmal wieder viel zu spät ist.  🙈🙉🙈

2. Ich habe so gut wie immer kalte Füße und Hände, trage im Winter meist rund um die Uhr mehrere Paar Socken 😅 und friere wahnsinnig schnell und viel. Habe im Winter schon öfter mal mit Winterjacke und Handschuhen geschlafen. 😂 Zu Weihnachten hat mir mein Freund dieses Jahr eine Wärmedecke geschenkt. Ich liebe das Teil. 😍😍😍

3. Ich liebe Kino und ich liebe Popcorn im Kino. Ich finde das gehört einfach zusammen. Da ich mir immer die kleinste (Kinder) Portion bestelle und es hasse wenn das Popcorn schon vor dem Film leer ist, esse ich konsequent kein einziges Popcorn bevor der Film los geht. Das ist schon seit vielen vielen Jahren so und fast schon „zwanghaft“ und einige meiner Freunde lachen mich total aus dafür 😅 Mein Freund amüsiert sich jedes Mal prächtig, wenn er mir schon in der Werbung welche klaut. (ich würde ihn dann gerne töten 😂🙉)

4. Ich bin unfassbar tollpatschig. Mein Freund verdreht gerne und öfter die Augen wenn ich mal wieder irgendwo gegen laufe/stolpere/oder sonst irgendwas dummes mache. 🙈🙉🙊😅

5. Ich rede oft wahnsinnig schnell, vor allem wenn ich aufgeregt bin. In meiner Abizeitung hatte meine Seite den Titel „Redet schneller, als man denken kann“. 🙊

6. Ich bin eine kleine Perfektionistin und wenn ich aufräume und putze – dann richtig! Bevor Besuch kommt würde ich die Wohnung am liebsten von jedem einzelnen Staubkorn befreien und den Wasserhahn nach dem Putzen am liebsten gar nicht mehr benutzen, weil mich der kleinste Kalkfleck wahnsinnig macht. (und das Berliner Wasser ist auch noch so unfassbar kalkhaltig – das macht mich ebenfalls regelmäßig wahnsinnig!)

7. Gleichzeitig bin ich ein unglaublicher Chaot und schaffe es im Alltag unfassbar schnell unsere Wohnung im Chaos untergehen zu lassen – vor allem wenn mein Zeitmanagement mal wieder völlig daneben war und ich mich total hektisch fertig machen muss und es nicht mehr schaffe meine Sachen weg zu räumen. 🙈🙈🙈 Mein Freund würde mich dann regelmäßig am liebsten umbringen wenn er nach Hause kommt.

So und nun zu meinen 15 Nominierungen ☺

Sarah von Kröhnchen-Queerbeet
Frau Nord von Nordfamilie
Tanja von Kugelglück
Nadine von Schwangerwerdenwollen
Wundersache von Die Sache mit den Wundern  (ich weiß, du warst schon 3x nominiert, aber ich nominier dich einfach trotzdem noch mal 😉 )
Claudia von Abenteuerhausundkind
Heartbeat von Stillheartbeat
Mamas Welt – Mamazeiten
Babyzauber von Babyzauberblog
Kathi von Stepvogel
Duese von wunschkindwege
Julmum
MamaMamaKind
Nurrosa von SchlankmitVerstand
Ines von Kalorienblogger

Ich bin schon sehr gespannt auf eure 7 Fakten. 🙂

Zu guter Letzt – das darf natürlich nicht fehlen 😉 –  noch die Regeln:

  • Danke der Person, die dich nominiert hat.
  • Wähle 15 Blogger aus, um sie deinerseits für den Versatile Blogger Award zu nominieren.
  • Erzähle 7 Dinge über dich

ZT 32 – und von Blut keine Spur…

Mein Zyklus ist seit Fehlgeburt länger als zuvor, wobei „vor Fehlgeburt“ auch gerade mal 3 Zyklen nach der Pille stattfanden, der erste war ein bisschen länger, der zweite 28 Tage lang und beim dritten gehe ich davon aus, dass er 28 Tage lang war – an Tag 29 hielt ich damals wundervolle zwei Striche in der Hand 💕 – aber rein theoretisch kann es ja auch sein dass der Eisprung damals auch später war und meine Tage auch erst an Tag 30 oder so gekommen  wären, so ein Frühtest springt ja auch mal eher an. Ich weiß also eigentlich gar nicht ob ich überhaupt einen regelmäßigen 28 Tage Zyklus hatte. 

Wie auch immer, seit Fehlgeburt habe ich den nicht. Es waren fast immer 31 Tage, einmal 28, manchmal leider mit doofen Schmierblutungen, die mir Sorgen machten. Ich habe zwei Zyklen lang die Temperatur gemessen (als ich da Schmierblutungen hatte blieb die Temperatur während dieser noch oben und fiel erst mit der richtigen Regelblutung ab und diese kam perfekt 14 Tage nach ES, was trotz Schmierblutung gegen Gelbkörperschwäche spricht, oder? Korrigier mich bitte jemand wenn ich falsch liege!) 

Ende Dezember war ich frustriert, dass die Schwangerschaft „so lange“ auf sich warten lässt und wollte Abstand von all dem Gefühlschaos. Ich hatte das Gefühl das Temperaturmessen macht es schwer genug Abstand zu gewinnen und wollte die Kontrolle mal komplett abgeben und hörte damit auf und löschte sämtliche Zyklus Apps.

Der Januar lief gefühlt wirklich entspannter. Der bevorstehende Umzug und die Tatsache dass der Herzensmann und ich beschlossen haben im Mai standesamtlich zu heiraten (💕💕💕) machten das auch sehr leicht, ich war wirklich gut abgelenkt. Keine Ahnung wann mein Eisprung war, aber da der letze Zyklus 28 Tage lang war hatte ich die Hoffnung vielleicht wieder bei meinem „alten“ Zyklus angekommen zu sein. (Vielleicht ist das aber wie gesagt auch einfach Schwachsinn dass ich überhaupt so einen Zyklus hatte...) An ZT 30 machte ich daher den ersten Test. Auch wenn der Zyklus 31 Tage lang sein  sollte ist das ja schon recht aussagekräftig. Leider war der Test negativ… Ich war wie immer enttäuscht, aber fing mich auch schnell wieder… Und dann kam und kam aber einfach keine Blutung… als gestern immer noch keine kam wurde ich dann doch immer aufgeregter…Was ist wenn ich doch schwanger bin? Mein Zyklus war noch NIE länger als 31 Tage  (außer direkt nach Ausschabung aber das zählt ja nicht).

Und wieder ist sie da… diese blöde Hoffnung. Ich konnte heute Nacht dann sogar kaum schlafen weil ich so aufgeregt war! Jedes Mal wenn ich auf Toilette ging war ich ganz gespannt ob da nun ne Blutung ist… Und es kam einfach keine… Heute früh machte ich dann noch einen Test und war zu dem Zeitpunkt plötzlich total aufgeregt und voller Hoffnung … Der Test war negativ… Und es war ein 15er, also mein Eisprung müsste sich schon völlig verschoben haben, wenn ich dennoch schwanger wäre… also extrem unwahrscheinlich…

Und ich bin so genervt! Genervt von all diesen doofen Gedanken und Gefühlen und was bitte macht mein Körper bitte mit mir?  Der Zyklus lief so toll und entspannt und zum Ende hin meint mein Körper einfach mal meinen Zyklus verlängern zu müssen um mir doch nochmal die volle Ladung Gefühlschaos präsentieren zu müssen? 

Ich denke heute oder morgen wird die Mens sicher auch noch kommen, denn ich habe schon seit Montag regelmäßig Ziehen im Unterleib. Und hey, immerhin keine Schmierblutung… Ich versuche das Positive zu sehen… 

Und ich werde ab morgen dann doch wieder Temperatur messen. Weil ich dann einfach weiß wann der Eisprung ist und ab wann ich einen Test machen kann, der dann auch eindeutig ist. Damit erspare ich mir hoffentlich dieses ätzende Gefühlschaos am Ende des Zyklus… 

Mein  Kind möchte zudem offensichtlich kein Sommerbaby werden, frühestens Ende Oktober wäre nun ET… Auch darüber bin ich irgendwie enttäuscht, aber nun gut… Ich glaube mich enttäuscht gerade viel… Und ich weiß, wie kurz 7ÜZ für andere wirken und wie lächerlich für die meisten… Für mich ist es gerade aber leider anstrengend. Ich bin nach nur 3 ÜZ schwanger geworden. Ich war auf Wolke 7. Ich fiel tief. Ich stand wieder auf  und versuche positiv zu denken. Ich versuche es so sehr und es klappt meist auch sehr gut… Manchmal aber leider auch nicht. Ich hatte so gehofft wieder schwanger zu sein wenn der ET von meinem kleinen Schmetterling ansteht… Und nun wird das leider nicht der Fall sein… Mein ganzes Umfeld meinte nach so ner Fehlgeburt geht’s meistens schnell… Und da wir ja beim ersten Mal schon so schnell waren hatte ich so sehr auf ein Sommerbaby gehofft… So sehr gehofft im Februar mit Kind im Bauch an mein erstes Kind zu denken, was nun zur Welt gekommen wäre… Dem ist nun leider doch nicht so. 

Aber die Welt dreht sich weiter. Und morgen bin ich auch wieder positiv… Hallo ÜZ7. Vielleicht bringst du uns ja Glück und ein kleines Wunder?